Sonntag, 20. November 2016

VfB Oldenburg 1-2 Hamburger SV II (0-1)

Marschwegstadion, Zuschauer: 1.600
Regionalliga Nord, 17. Spieltag

Das Wochenende wurde diesmal in Hamburg bei Freunden verbracht. Kiezbesuch und Fifa17-Turniere inklusive. Am Sonntag ging es dann wieder nach Hause, allerdings nicht ohne einen neuen Ground. Da das Spiel St. Pauli gegen Fortuna Düsseldorf bereits seit Wochen ausverkauft war, wurde sich schon früh um einen anderen guten Ground bemüht. Mit dem Marschwegstadion habe ich definitiv eine Perle gefunden. Eine Haupttribüne, die überdachte Sitzplätze hat sowie Stehkurven, die komplett um das Spielfeld verlaufen. Eine Laufbahn liegt zwar noch zwischen dem Spielfeld und den Tribünen, tut dem schönen Anblick aber nichts. Bemerkenswert ist auch, dass das Stadion nicht über Flutlicht verfügt und das obwohl Oldenburg in der vierten Liga spielt.

Einen kurzen Besuch am Stand der heimischen Ultras inklusive Kauf neuer Aufkleber und schon fing die Partie an. Von Anfang an war es ein sehr zäher Kick. Der schlecht bespielbare Rasen sowie der stürmische Wind sorgten dafür, dass kein Spielfluss zustande kam.

Unterm Strich war das Spiel ausgeglichen und ein Unentschieden wäre verdient gewesen. Die Zweite vom HSV hatte allerdings was dagegen und ging kurz vor Abpfiff in Führung.








Samstag, 12. November 2016

Rot-Weiss Ahlen 3-3 SG Wattenscheid 09 (0-2)

Wersestadion, Zuschauer: 702 (ca. 150 Gäste)
Regionalliga West, 17. Spieltag

Seit zehn Jahren schiebe ich das Stadion jetzt schon vor mir her. Nun soll es an dem kalten Herbsttag endlich gemacht werden. Diesmal hatte ich in Form meiner Freundin prominente Unterstützung dabei. So fuhren wir zeitig Richtung Westfalen. Nach eineinhalb Stunden ohne Zwischenfälle erreichten wir das Wersestadion. Schon von außen konnte man den Flair spüren. Oder um es in den Worten meiner Freundin auszudrücken "Solide Mittelklasse".

Das Stadion verfügt über Stehplätze hinter den Toren sowie an einer Seite. Dabei ist der Gästebereich als einzige Tribüne nicht überdacht. Gegenüber darf man über den Stehplätzen noch Sitzplätze begrüßen. Sogar eine alte, von Hand betriebene Anzeigetafel ist dort untergebracht. Die vierte Seite besteht nur aus Sitzplätzen. Teilweise kann man sogar den Vereinsnamen durch die unterschiedlichen Sitzfarben erkennen.

Das Spiel entpuppte sich als recht ordentlich. So machte Ahlen von Beginn an das Spiel und hatte zugleich mehrere gute Einschussmöglichkeiten. Schnell erkannte man, warum diese Mannschaft im Tabellenkeller steht. Wattenscheid hingegen setzte den ersten richtig guten Torschuss ins Tor. Ein Freistoss par excellence. Sowohl bei dem Freistoss, als auch beim zweiten Torschuss der Wattenscheider war für den Schlussmann der Ahlener nichts zu Halten. Ein abgefälschter Schuss senkte sich unhaltbar ins Tor.
Nach der Pause rannte Ahlen mit Wut im Bauch an und kam durch einen Elfmeter und ein Standarttor zum Ausgleich. Wenn man jetzt dachte Wattenscheid fällt auseinander, irrte man gewaltig. Wattenscheid bekam unmittelbar nach Anstoss einen Freistoss am gegnerischen Sechzehner zugesprochen. Dieser wurde direkt gespielt und prompt waren zwei Stürmer alleine vorm Torwart und erzielten quasi in den Jubelarien der Heimfans die erneute Führung für die Gäste. Den Schlusspunkt setzten dann erneut die Gastgeber. In der Nachspielzeit fiel der erneute Ausgleich nach einem Standard und dem anschließendem Gewühl im Fünfmeterraum.
Hier boten beide Mannschaften ein Spektakel, in dem ein Remis vollkommen in Ordnung geht.













Samstag, 5. November 2016

UD Las Palmas 1-0 SD Eibar (0-0)

Estadio de Gran Canaria, Zuschauer: 19.361 (ca. 100 Gäste)
Primera División, 11. Spieltag

Sommerurlaub auf den Kanarischen Inseln, genauer gesagt auf Gran Canaria. Wie vor zwei Jahren auf Teneriffa soll auch dieses Mal der Fussball nicht fehlen.
Mit der Freundin im Gepäck ging es in den Morgenstunden in die Hauptstadt der Insel. Kultur ist nun mal auch wichtig.Gen Abend fuhr uns dann ein Taxi -mit kleineren Schwierigkeiten- zum Stadion. Dort angekommen deckten wir uns erst einmal mit Schals und Verpflegung ein.
Wir enterten etwa eine halbe Stunde vor Anpfiff das Stadion, genau zum selben Zeitpunkt fing es auch -ganz landesuntypisch- an zu regnen. Darauf waren wir natürlich nicht eingestellt. Bei unserem Glück hörte der Regen jedoch kurz vor Anpfiff wieder auf.
Das Stadion ist wie eine große ovale Schüssel. Man betritt das Stadion am höchsten Punkt und geht nach unten zu den Plätzen. Es gibt auch nur Sitzplätze, die bis auf die Haupttribüne nicht überdacht sind. Ich würde es als typisch spanisch empfinden. Auf jeden Fall ein sehr schönes Stadion.

Das Spiel ist relativ kurz erzählt. Die Gäste aus Eibar spielten sehr defensiv. Las Palmas hatte einige gute Gelegenheiten hier in Führung zu gehen, scheiterte aber meist an sich selbst. Als die meisten schon auf dem Weg zum Stadionausgang waren, gab es tatsächlich noch mal einen Elfmeter für die Gastgeber. In der 95. Minute gab es dann doch einen Torjubel. Völlig verdient gewann Las Palmas das Spiel und mischt damit weiterhin die Liga auf.

Die Heimfans haben einige Supporters, welche hinter einer Torseite laute, melodische und schöne Gesänge gen Rasen schmettern. Auch die 100 Gästefans sorgten für einige laute Momente. Auf jeden Fall haben mich beide positiv überrascht.













Samstag, 29. Oktober 2016

Borussia Dortmund 0-0 FC Schalke 04 (0-0)

Signal Iduna Park, Zuschauer: 80.179 (ca. 5.000 Gäste)
1. Bundesliga, 9. Spieltag

Das Spiel war mit das langweiligste Derby, welches ich bisher gesehen habe. Dortmund schaffte es sogar in der ersten Halbzeit gänzlich ohne Torabschluss zu bleiben. Für diese überragende Offensive ein Armutszeugnis, wobei man den Schalkern auch eine gute Defensivleistung bescheinigen muss. Die zweite Halbzeit war dann wesentlich besser. Mehr als ein Aluminiumtreffer ist nicht drin gewesen. So ging die Partie leistungsgerecht mit 0-0 zu Ende.

Die mitgereisten Anhänger der Schalker hatten auch schon bessere Zeiten erlebt und konnten heute auch nicht überzeugen. Die Südtribüne hat sich heute auch mal wieder nicht mit Rum bekleckert und fackelte zudem noch Schals ab (Einfach nur dumm!).



Mittwoch, 26. Oktober 2016

Borussia Dortmund n.V. 1-1 n.E. 3-0 1. FC Union Berlin (1-0,1-1,1-1)

Signal Iduna Park, Zuschauer: 79.800 (ca. 10.000Gäste)
DFB-Pokal, 2. Runde

Endlich mal wieder ein Heimspiel im Pokal. Zu Gast waren die Hauptstädter aus Berlin-Köpenick. Die Eisernen wurde von einer riesigen Fangemeinde begleitet. Beeindruckend wie viele zu so einem Event mitten in der Woche fahren können. Am Wochenende werden wohl nicht mal mehr die Hälfte davon auswärts fahren. Die Fangemeinde aus Berlin war laut, einheitlich in roten Regenjacken gekleidet und immer in Bewegung. Es wurde zu Beginn der zweiten Hälfte eine kleine Choreo vorbereitet und außerdem etliche Bengalos gezündet.
Während der ganzen zweiten Halbzeit erblickte immer mal wieder ein Bengalo das Tageslicht. Selbst für unseren ungeliebten Nachbarn aus Gelsenkirchen wird es schwer sein sowas zu toppen.

Das Spiel war sehr umkämpft und lebte vor allem von der Spannung. Union hielt gut dagegen und verdiente sich die Verlängerung durch einen sehenswerten Sonntagsschuss. In der Lotterie Elfmeterschießen gewannen an diesem Abend die Schwarz-Gelben, vielleicht auch weil die gelbe Wand ja doch mal den einen oder anderen Schützen nervös gemacht hat.







Samstag, 22. Oktober 2016

Roda JC Kerkrade 1-1 ADO Den Haag (0-1)

Parkstad Limburg Stadion, Zuschauer: 16.3178 (ca. 200 Gäste)
Eredivisie, 10. Spieltag

Endlich mal wieder Holland. Endlich wieder Frikandel. Relativ spontan ging es zum Spiel nach Kerkrade. Auto quasi gegenüber vom Eingang geparkt. 10 Minuten vor Anpfiff war ich dann auch im Stadion. Direkt mal die ersten Bilder gemacht ehe die Mannschaften einliefen. Pyrotechnik, welche nicht von den Fans stammte, sollte die Stimmung direkt mal ein wenig aufheizen. Irgendwie ging das aber nach hinten los, weil Kerkrade die erste Hälfte mal komplett verschlafen hat. Dank der miserablen Chancenverwertung stand es nur 0-1 zur Halbzeit. In der zweiten Halbzeit kämpfte sich Kerkrade mehr und mehr ins Spiel rein. 10 Minuten vorm Ende schafften Sie noch den Ausgleich durch einen schön getretenen Freistoss.

Das Stadion ist typisch Niederländisch. Nur Sitzplätze, welche auf allen Seiten gleich aussehen. Aber Kerkrade kann sich durch die trapezartigen Flutlichter absetzen. Sehr schön anzusehen. Auch von außen unterscheidet sich das Stadion von vielen anderen. Einkaufläden und Büroräume sind ebenfalls im Stadion untergebracht, sodass man nur durch die Flutlichter erkennen kann, dass hier auch Fussball gespielt wird.
Eine kleine Enttäuschung gab es dann doch noch, da im Stadion und nach dem Spiel kein Fanshop offen hatte.